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Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut



Daten, Fakten, Trends

Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern

Der demografische Wandel stellt Mecklenburg-Vorpommern vor große Herausforderungen. Die Bevölkerungszahl sinkt, die Bevölkerung altert und die Altersstruktur ändert sich. Hinzu kommt, dass diese Entwicklung in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten unterschiedlich verläuft.

Dieser demografische Prozess verläuft in den anderen ostdeutschen Ländern und vielen Regionen Europas ähnlich. Und er ist in den nächsten Jahrzehnten nicht umkehrbar. Umso wichtiger ist es, dass Politik und Bürger zusammen die Folgen des demografischen Wandels gestalten und Bedingungen schaffen, die gute Perspektiven zum Leben und Arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern bewirken.

Die Bevölkerungszahl wird langfristig trotz Zuwanderung weiter sinken

In den Jahren 1991 bis 2015 sind fast 825.000 Menschen nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen; rund 937.000 haben das Land verlassen. Insgesamt hat Mecklenburg-Vorpommern seit der Wiedervereinigung Deutschlands etwa 300.000 Einwohner verloren. 

War der Bevölkerungsverlust zunächst hauptsächlich auf Wanderungsbewegungen zurückzuführen, wird der Bevölkerungsrückgang bis 2030 in erster Linie durch einen Gestorbenenüberschuss (mehr Sterbefälle als Geburten) verursacht. Mecklenburg-Vorpommern hatte im Jahr 1990 noch etwa 1,924 Millionen Einwohner, zwanzig Jahre später waren es rund 1,642 Millionen. Im Jahr 2030 werden es nach der letzten Prognose nur noch 1,476 Millionen Einwohner sein.

Ein ausführliche Statistik der Ist-Zahlen und der Vorausberechnungen finden Sie hier.

Wanderungsgewinne

Seit der Wende 1989 hatte Mecklenburg-Vorpommern – bis auf die Jahre 1995 und 1996 – durchgehend Wanderungsverluste zu verzeichnen. Seit 2009 wurden die Wanderungsverluste stetig kleiner. Seit 2013 ist der Wanderungssaldo positiv (+ 2.869 im Jahr 2013, + 8.486 im Jahr 2014, + 19.973 im Jahr 2015). Die Wanderungsgewinne waren zwar besonders auf die Zuzüge aus dem Ausland zurückzuführen, aber erstmals seit 1990 konnte 2014 auch ein positiver Wanderungssaldo gegenüber den anderen Bundesländern erreicht werden. 

Das frühere Hauptmotiv der Abwanderung, keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in Mecklenburg-Vorpommern zu finden, kommt heute kaum noch zum Tragen. Zuzüge nach und Fortzüge aus Mecklenburg-Vorpommern für die Jahre 1990 bis 2030 finden Sie auf der Seite Wanderungen.

Geburtenziffer in Mecklenburg-Vorpommern liegt über bundesdeutschem Durchschnitt

Ursache des Einwohnerverlustes bis zum Jahr 2030 ist die geringe Anzahl der Geburten gegenüber der hohen Anzahl an Gestorbenen. Grundsätzlich schrumpft eine Bevölkerung so lange weiter, wie die Geburtenraten auf einem Niveau verharren, das unterhalb des sogenannten "bestandserhaltenden Wertes" von 2,1 Kindern pro Frau liegt.

Mecklenburg-Vorpommern liegt bei der Geburtenziffer leicht über dem bundesdeutschen Durchschnitt, der seit rund 40 Jahren um etwa 1,4 schwankt. Bis zum Jahr 2030 wird für Mecklenburg-Vorpommern mit einer Geburtenhäufigkeit von 1,5 gerechnet. Die Entwicklung der Geburtenziffer in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie auf der Seite Geburtenziffer.

Mehr ältere Menschen auch in Mecklenburg-Vorpommern

Die geringen Geburtenzahlen, die steigende Lebenserwartung und die selektiven Wanderungen verschieben die Altersstruktur deutlich. Selektive Wanderung bedeutet, dass wanderungsbereite Personen nach bestimmten Merkmalen unterschieden werden können: z.B. Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, beruflicher Hintergrund, Einkommen, Familie, ländliche und städtische Regionen etc.

Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der alten, über 70-jährigen Menschen ansteigen. Dies geschieht gegenüber sinkender Zahlen der Erwerbsfähigen. 2030 ist jeder Vierte über 70 Jahre alt: Damit liegt Mecklenburg-Vorpommern im Trend vieler Regionen in Europa in den nächsten 50 Jahren.

Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern

Jahr jünger als 20 Jahre 20 bis unter 65 Jahre 65 Jahre und älter
2012 14,9 % 62,9 % 22,2 %
2030 16,3 % 51,9 % 31,7 %

 

Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis 2060

Quelle: Oberste Landesplanungsbehörde, Schwerin 2012. Die Prognosedaten von 2030 bis 2060 sind der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes entnommen, Variante 1-W2, Wiesbaden 2009.
Quelle: Oberste Landesplanungsbehörde, Schwerin 2012. Die Prognosedaten von 2030 bis 2060 sind der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes entnommen, Variante 1-W2, Wiesbaden 2009.

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